I
Unsere SPONSOREN
MITTELBUCHEN-ONLINE vom 4. Dezember 2018 Sensationsfund von Mittelbuchen im HR-Fernsehen Hessenschau-Bericht über die Grabstätten aus der Jungsteinzeit
Die rund 5.000 Jahre alten Gräber, die Archäologen auf dem Areal des Baugebiets Mittelbuchen Nordwest entdeckt haben, sind ein absoluter Sensationsfund. Völlig ungewöhnlich und rätselhaft ist dabei besonders ein Grab, in dem sechs Menschen gemeinsam beigesetzt wurden. Zwei von Ihnen liegen eng umschlungen dicht beieinander und erwecken den Anschein, als würden sie sich küssen. Neben ihnen liegen die sterblichen Überreste eines Kindes und auf der anderen Seite sind weitere Knochen sichtbar; diese stammen von einer Frau und zwei Kleinkindern. Eins liegt am Rücken der Frau, das andere an ihrem Bauch. Eine Kette umschließt alle drei. Die Archäologin Marthe Gundelach sprach in einer Reportage im HR-Fernsehen bei desem Fund von einem einmaligen Glückstreffer. „Das ist sehr spannend, sowas hat man wahrscheinlich nur einmal im Leben. Vor allem dieses liebevolle Arrangement bringt einen ein Stück weit persönlich an diese Menschen heran.“ Schon die ersten Voruntersuchungen des Areals lieferten Hinweise, dass die Erde dort archäologische Kostbarkeiten bergen könnte. Bei ihren Ausgrabungen entdeckten die Wissenschaftler auf dem ehemaligen Acker 18 Gräber mit insgesamt 24 Skeletten. Alle stammen aus der Jungsteinzeit und sind damit rund 5.000 Jahre alt. Zu dieser Zeit wurden die Menschen schon auf speziell dafür ausgelegten Flächen begraben, ungewöhnlich ist jedoch die gemeinsame Beisetzung - dies ist sehr untypisch für diese Zeit und gibt den Forschern noch Rätsel auf. „Bisher haben wir keine Indizien, ob die Leute verwandt sind. Sie sind auf jeden Fall einer Gemeinschaft zugehörig, sonst hätte man sie nicht zusammen bestattet. Aber letzten Endes können wir noch nichts über die persönlichen Verhältnisse sagen“, erklärt Anthropologin Chiara Girotto. Auch die besondere Anordnung der Skelette sei auffällig. Nun hoffen die Wissenschaftler, dass sie aus den Knochen genügend DNA für weitere Untersuchungen gewinnen können, um zu erfahren, ob die sechs Personen zu einer Familie gehörten. Sicher scheint bisher nur, dass sie entweder zeitgleich oder kurz nacheinander begraben wurden. Woran sie starben, ist noch offen, sagt Chiara Girotto. „Es gibt keine offensichtlichen Zeichen dafür, dass die Leute zum Beispiel ermordet wurden. Die meisten Krankheiten kann man nicht so schnell erkennen, besonders die, die einen sehr schnell hinraffen wie eine Grippeepidemie oder die Pest.“ Auch die 18 weiteren Skelette, die das Forscherteam auf der Baustelle entdeckt hat, werden nun untersucht, unter anderem auf Alter und Geschlecht. Das soll weitere Rückschlüsse ermöglichen, wie die Menschen damals lebten, erklärt die Anthropologin. „Wir hoffen darauf, so ein bisschen was über die Bevölkerung an sich zu erfahren. Wie viele Kinder und Erwachsene gab es? Was war das durchschnittliche Sterbealter? Und wenn wir weiterkommen, stellt sich auch die Frage: Welche Krankheiten gab es und wie häufig waren sie?“ Hoffen auf weitere Funde im nächsten Jahr? Mit etwas Glück könnten die Wissenschaftler im nächsten Jahr noch weitere archäologische Schätze finden, denn dann wird der Boden im zweiten Bauabschnitt des Wohnviertels abgesucht. Voruntersuchungen lassen auch hier darauf schließen, dass sich unter der Erde weitere Gräber verbergen könnten. Verzögern werde sich der Bau der Häuser und Wohnungen dadurch nicht, sagt Wolfgang Ries, Vorstand der zuständigen Baugesellschaft Bien-Ries AG. Denn man arbeite bei solchen Projekten sehr vorausschauend. „Wir informieren die Landesdenkmalbehörde schon lange bevor wir das Grundstück kaufen. Es gibt dort schon Verdachtskarten, wo man sagen kann, da könnte etwas sein. Das ist eine sehr enge Zusammenarbeit.“ Da die Grabungen sehr zügig voran gingen, könnten die ersten Kunden wie geplant Ende 2019 einziehen. Quelle: HR Hessenschau Zum Bericht der HR-Hessenschau
MITTELBUCHEN-ONLINE:  Winfried Lind, info@mittelbuchen-online.de, Tel. 06181-939268
Alle Infos im Internet unter: www.gewerbeverein-mittelbuchen.de Besuchen Sie uns auf Facebook Über ein "Like" würden wir uns freuen
Die Grabstätte aus der Jungsteinzeit auf dem Areal des Baugebiets Nordwest Foto: Bien-Ries