Mittelbuchen-Online vom 12. November 2017
Stadtteiltreffen Mittelbuchen
Debatte über Service der Sparkasse und Verkehrslast in der Ortsdurchfahrt

Oberbürgermeister Claus Kaminsky hat dem Mittelbücher Ortsbeirat versichert, dass die Sparkasse Hanau sich auf gar keinen Fall aus dem Stadtteil zurückziehen wolle. Beim jüngsten Stadtteiltreffen von Magistrat und städtischen Fachleuten, an dem auch die örtliche Vereinsgemeinschaft und der Seniorenbeirat teilnahmen, war zuvor Kritik am eingeschränkten Service der kommunalen Bank laut geworden. Breiten Raum nahm wieder die Verkehrsbelastung auf der Lützelbuchener Straße ein.

Automatisch Geld einzahlen zu können, das will die Sparkasse Hanau in ihrer Mittelbücher Filiale künftig nicht mehr bieten. Insbesondere für Vereine sei das misslich, gab Ortsvorsteherin Caroline Geier-Roth zu bedenken. OB Kaminsky sagte zu, bei der Sparkasse nach den Gründen für den Abzug des Einzahlautomaten zu fragen.

Auf weitergehende Kritik hin hielt er die geplanten verkürzten Öffnungszeiten in der Sparkassenfiliale für „zumutbar“. Demnach sind künftig persönliche Ansprechpartnerinnen montags bis freitags von 9 bis 12 Uhr anzutreffen sowie dienstags von 14 bis 18 Uhr und freitags von 14 bis 16 Uhr.

Der Oberbürgermeister hob hervor, dass keine andere Bank außer der Sparkasse mehr in Mittelbuchen vertreten sei, nachdem die Volksbank ihre Filiale geschlossen habe. Daraufhin sei seinerzeit nur ungefähr ein Dutzend Kundinnen und Kunden zur Sparkasse gewechselt. Würde allein die Wirtschaftlichkeit im Vordergrund stehen, wäre auch die Sparkassen-Filiale längst geschlossen.

Von Klagen über nachlässigen Service im Stadtteilladen berichteten Ortsvorsteherin Geier-Roth und Ortsbeirätin Birgit Mutz. Der für Bürgerservice zuständige Amtsleiter Thorsten Wünschmann schrieb das den „enormen krankheitsbedingten Ausfällen“ zu. Er nahm die Kritik zum Anlass für die Ankündigung, dass vor allem aus Sicherheitsgründen künftig keine städtische Ansprechpartnerin mehr allein in einem Stadtteilladen anzutreffen sei. Er versprach zudem, dass bald feste Terminvergaben im Stadtteilladen möglich seien.

Wünschmann nahm als Chef der städtischen Ordnungsbehörde auch ausführlich zur Verkehrssituation in der Ortsdurchfahrt Stellung. Die Stadtpolizei habe in den vergangenen zehn Monaten mehrfach und systematisch zu unterschiedlichen Zeiten mit ihrer mobilen Anlage das Tempo der Verkehrsteilnehmenden gemessen. Nach dieser Statistik lagen in der Lützelbuchener Straße Richtung Ortsmitte fast 70 Prozent der Überschreitungen im Bereich von 6 bis 10 Stundenkilometern und nur ganz wenige mit 21 bis 40 Stundenkilometern; ähnlich verhielt es sich in umgekehrter Richtung.

Ortsbeiratsmitglieder lobten Wünsch dafür, dass er gegenüber dem Regierungspräsidium Darmstadt die von der Stadt eingeführte Tempo-30-Beschränkung von der Ortsmitte bis zum Ortseingang Richtung Bruchköbel beharrlich rechtlich verteidige. Das mache die Verkehrslast für die Anwohner etwas erträglicher. Nichtsdestotrotz seien noch zu viele Lkw-Fahrer auf der Ortsdurchfahrt unterwegs, die beispielsweise von Bad Vilbel aus besser per Kilianstädter Umgehung zur Bundesstraße 45 gelangten.

Bürgermeister Axel Weiss-Thiel kündigte an, dass in der Mittelbücher Kindertagesstätte nach der Dachsanierung in diesem Jahr und der Containersanierung im vorigen Winter ab 2019 schrittweise die Fenster ausgetauscht werden sollen. Zudem sei im Nordwesten des Stadtteils eine zweite städtische Kita für vier Gruppen geplant und 2020 im Bauprogramm vorgesehen.

Stadtrat Thomas Morlock kündigte an, dass auf dem örtlichen Friedhof noch im November das neue Kolumbarium für Urnenbegräbnisse fertiggestellt sei. Ortsbeirat Erich Bechtold gab Wünsche aus der Bevölkerung weiter, auch pflegeleichte Sarg-Wiesengräber anzubieten. Markus Henrich, für Friedhöfe zuständiger Leiter des Eigenbetriebs Hanau Infrastruktur Service, erwiderte darauf, dass die Bandbreite der in Hanau angebotenen Bestattungsarten bereits groß genug sei.

Oberbürgermeister Kaminsky bezeichnete Mittelbuchen in seinem Schlusswort als „wunderbaren Stadtteil mit ganz eigenem Profil und ohne fundamentale Probleme“. Die starke Nachfrage nach Wohngrundstücken zeige, wie reizvoll Mittelbuchen sei.

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Die Sparkasse bleibt in Mittelbuchen.

 

 

 



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